GEFÜHLSAUSDRUCKSZYKLUS

Die Skulpturen in diesem Kapitel beziehen sich auf eine psychotherapeutische Methode, die von Dr. Manfred Clynes entwickelt wurde: Dem „Sentic Cycle”, dem Gefühlsausdruckszyklus (Nachdem ich die Methode bei ihm selbst erlernt hatte, erlaubte er mir Skulpturen zu diesem Zyklus zu kreieren).

Die Idee: Bei dieser Methode ruft man die wichtigsten menschlichen Gefühle in einer definierten Reihenfolge ab und drückt sie in Form eines Fingerdrucks nach außen aus.

Es beginnt bei dem „Kein-Gefühl“, dem „Nichts“, der Neutralität der Gefühle. Dr. Manfred Clynes nennt es “no emotions”. Nachdem man dieses “Kein-Gefühl“ 20-40 Mal für ca. 3 bis 4 Minuten wirklich im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Fingerdruck ausgedrückt hat, wechselt man zum nächsten Gefühl: der Wut. Auch diese wird 20-40 Mal „ausgedrückt“. Danach folgt in derselben Weise Hass, Trauer, Liebe, Sexualität, Freude, Andacht.

Ich selbst habe mir erlaubt bei meiner Skulpturenreihenfolge eine Position hinzuzufügen: Die Aufladungs- oder Trichterhaltung aus dem Yoga. Dies ist zwar kein Gefühl, aber ein Auftanken von Energie, damit man aus der Leere der Trauer in die Fülle der Liebe wechseln kann.

Das Ziel ist durch das gesamte Spektrum der Gefühle zu gehen und nicht in einem Gefühl stecken zu bleiben. Danach fühlt man sich friedlicher, angenehmer und kommt in Verbindung mit seinem wirklichen Selbst.